Home    Aktuelles    Kalender    Katalog    Anmeldung  
News u. Notiz
 Suche 

Home
News u. Notiz
Kalender
Katalog
Info
Anmeldung
Kontakt

 Newsletter 
E-Mail-Info mit aktuellen News und Veranstaltungen
Zur Newsletter
Um-, Ab- u. Anmeldung

 Events 

 PDF, Audio, Video 

 LogIn 
UserName: 
Kennwort:  

Kennwort vergessen?
Neu Anmeldung

 Anmelden 


 News u. Notiz 
 

« zurück
40 Prozent aller schwedischen Männer sind Vergewaltiger  (Archiv) 

Die Staatsanwältin Marianne Ny brachte den Fall so richtig ins Rollen.
Archiviert: 10.02.2011
Schwedische Zeitungen haben über die Vorgeschichte der Vorwürfe gegen den umstrittenen WikiLeaks-Gründer Julian Assange berichtet. Demnach wirkten eine Feministin, eine Staatsanwältin und ein weiblicher Fan zusammen, um Assange zu belasten, obwohl nichts gegen ihn vorliegt.


Vergewaltigung

Nach normalem Rechtsverständnis spricht man von einer Vergewaltigung, wenn eine Person eine andere gegen ihren Willen unter Anwendung von Gewalt zum Vollzug des Beischlafs nötigt. Die Betonung liegt auf dem Wort "Gewalt". Das ist aber nicht in allen Ländern so.

In Israel gilt auch einvernehmlicher Sex als Vergewaltigung, wenn der Mann eine falsche Identität angibt, also wenn zum Beispiel eine Israelin mit einem Palästinenser willentlich Sex hat, er sich aber als Jude ausgibt und sie erst später herausfindet, er wäre keiner. Obwohl sie nicht genötigt wurde und den Beischlaf willentlich wollte, reicht eine falsche Angabe des Mannes völlig aus, um für Jahre im Gefängnis zu landen.

In Schweden ist die Rechtslage so: Eine Frau kann nicht sagen, ob sie vergewaltigt wurde, das bestimmt der Staatsanwalt. In Schweden können z.B. nur Juristen feststellen, ob man "Opfer" einer Vergewaltigung wurde.


Was Herrn Assange passiert ist

Diese schwedischen Behörden ermitteln gegen Assange wegen Verdachts sexueller Nötigung in mehreren Fällen und einem Fall minder schwerer Vergewaltigung. Assange schildert die Vorwürfe als Teil einer Verschwörung, um ihm und WikiLeaks zu schaden.

Schwedische Zeitungen haben über die Vorgeschichte der Vorwürfe berichtet:

Auf der Suche nach sicheren Server-Standorten für WikiLeaks flog Assange demnach Mitte August nach Schweden. Dort verhandelte er mit Mitgliedern der schwedischen Piratenpartei über Möglichkeiten, wie diese eine Art "Patenschaft" für die Server übernehmen könnten, damit der Zugriff auf WikiLeaks-Inhalte nach dem strengen schwedischen Presserecht besonders geschützt ist. Am Dienstag, dem 17. August, veröffentlichte die Piratenpartei eine Pressemeldung, dass sie eine solche "Patenschaft" übernommen habe - komplett mit Fotos und Telefonnummern von Ansprechpartnern. Als "Pressekontakt für Herrn Assange" ist eine feministische Sozialdemokratin angeführt, die Assange zu einem Vortrag über WikiLeaks nach Schweden eingeladen hatte. Die Einunddreißigjährige gehört der "Bruderschafts-Bewegung" an, dem Verband der schwedischen christlichen Sozialdemokraten, der Assanges Reise bezahlte. Über den Internet-Dienst Twitter lud der Pressekontakt Interessierte ein, Assange am 14. August in Stockholm anzuhören. Diese Nachricht las eine 20 Jahre alte Foto-Künstlerin, die im nahe gelegenen Enköping lebt. Sie beschloss, Assange auf diesem Termin zu fotografieren.

Er nahm das Angebot an, einige Tage in der Wohnung zu bleiben.

Assanges Vortrag fand großes Interesse. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, dass beide Frauen in der ersten Reihe sitzen. Nach dem Vortrag twitterte die Sozialdemokratin fragend in die Runde: "Julian möchte zum Krebsfest, hat irgendjemand für ihn einen freien Platz heute Abend oder morgen?" Assange hatte offenbar von dem schwedischen Brauch gehört, im Sommer ein Fest zu feiern, bei dem Krebse gegessen werden. Ein Fest wurde gefunden, man feierte bis in den frühen Morgen. Assange, so wurde berichtet, übernachtete bei seinem Pressekontakt, hatte Sex und nahm das Angebot an, einige Tage in der Wohnung zu bleiben. Die Frau wollte derweil verreisen. Am 15. August versuchte die Fotografin, Assange auf seinem Handy anzurufen; es war abgeschaltet. Am 16. August verabredete sich Assange mit ihr; am selben Tag stellte er einen Einreiseantrag bei der schwedischen Ausländerbehörde. Assange fuhr mit seiner Bewundererin nach Enköping. Er übernachtete bei ihr, sie sollen ungeschützten Sex gehabt haben. Nach einem gemeinsamen Frühstück fuhr Assange nach Stockholm zurück. Dort traf er seine Gastgeberin, die nicht verreist war, in deren Wohnung.

Die Fotografin bekam dann offenbar Gewissensbisse und rief die Sozialdemokratin an, um sich zu beraten, ob man Assange zu einem Aids-Test überreden könnte. So erfuhr die Politikerin vom "Seitensprung" Assanges. Sie überredete die junge Frau, mit ihr zur Polizei zu gehen und sich gemeinsam zu offenbaren. Aus dem Gespräch heraus formulierte eine Polizistin eine Strafanzeige gegen Assange, die am 20. August aufgenommen wurde. Daraufhin wurde eine Fahndung, auch wegen Vergewaltigungsverdachts, eingeleitet, die aber am Tag darauf eingestellt wurde. Es ging dann nur noch um den Verdacht der Belästigung. Obwohl Assange sich danach über mehrere Wochen in Schweden aufhielt, wurde er nicht vernommen. Einen neuen Haftbefehl, wieder einschließlich Vergewaltigungsverdachts, erwirkte eine neue Staatsanwältin: Marianne Ny aus Göteborg. Sie hob hervor, dass nach schwedischem Recht Nötigung oder Vergewaltigung in einem minder schweren Fall vorliegen kann, wenn sich eine Frau nach dem Sex unwohl fühlt oder sich ausgenutzt vorkommt.

Von der Sozialdemokratin ist bekannt, dass sie am 12. Januar 2010 eine Übersetzung von „7 Steps to Legal Revenge“ - einem Ratgeber, wie man es schafft, dass gegen einen Mann Anklage erhoben wird - in ihren Blog einstellte. Dieser Text wurde aber, wie der ganze Blog, am 21. August gelöscht.

Und so lief es ab...

Arden und Wilén sind am 20. August gemeinsam zur Polizei gegangen, um "nur Rat zu suchen", eine Möglichkeit in Schweden, nicht wegen falscher Beschuldigung belangt zu werden. Dabei resultierte aus der Sitzung eine Niederschrift, die von einem Staatanwalt dann zur Vergewaltigung gemacht wurde.

Und so oder so ähnlich ist es bisher schon 40 Prozent aller schwedischen Männer ergangen...

Fazit

Jetzt versteht man hoffentlich besser, warum Julian Assange überhaupt diesem Vergewaltigungsvorwurf ausgesetzt ist. Er tappte ahnungslos in eine Falle, die jedem Ausländer, der die Gesetzeslage in Schweden nicht kennt, passieren kann.

Video:
Julian Assange - Der Mann hinter Wikileaks
http://www.youtube.com/watch?v=dGvnoq_4qG0

Webseite PrimusQuack, 29.01.2011

Thema: Ausbildung

Bitte vergeben Sie für diesen Artikel eine Note
zwischen +3 (lesenswert) und -3 (nicht lesenswert)

Artikel bewerten:
+3 +2 +1 0 -1 -2 -3

  Aktuelle Auswertung:
Gesamtbewertung (Alle Punkte): 14
     

Plus: 14, Neutral: 0, Minus: 0
  0 = neutral (Artikel zur Kenntnis genommen)


Leser-Beiträge
Hinterlassen Sie hier Ihre Informationen oder Anmerkungen, für andere Leser.
Jetzt ohne Anmeldung!

 neuen Eintrag erstellen 

Home | News | Kalender | Katalog | Anmeldung
Newsletter | Info | Impressum | Kontakt

diagramm.net - Alle Inhalte dienen der persönlichen Information.







Pub-Info