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Was tun mit dem Zensus 2011?  (Archiv) 

Archiviert: 16.04.2011
Audio-Vortrag von Werner Hülsmann (Arbeitskreis Vorratdatenspeicherung Konstanz)


Werner Hülsmann sprach auf Einladung des selbstorganisierten Mietshausprojektes Grethergelände in Freiburg.

Bis zum Stichtag 9. Mai müssen alle EigentümerInnen von Gebäuden und Wohnräumen detaillierte Angaben zu Eigentumsverhältnissen, Größe und Ausstattung der Wohnungen machen und Auskunft darüber geben, wer in ihren Wohnungen wohnt.
Ebenso werden etwa 10 Prozent aller BürgerInnen nochmals ausführlich persönlich befragt.

Für den AK Vorratsdatenspeicherung gibt es vor allem zwei Problemfelder: Zahlreiche persönliche Daten werden ohne Einwilligung der Betroffenen zusammengeführt, außerdem ist die Erhebung nicht vollständig anonymisiert, was bedeutet, dass die Erstellung von Personenprofilen möglich wird

Wo liegt das Problem?

Ein Viertel bis ein Drittel aller in Deutschland ansässigen Personen werden zu Zwangsbefragungen aufgesucht und müssen im Einzelfall “Erkundigungen” im familiären und nachbarschaftlichen Umfeld dulden.

Sensible persönliche Daten werden aus zahlreichen Quellen ohne Ihre Einwilligung zusammengeführt. Die Daten von Meldeämtern und Behörden werden somit zweckentfremdet.

Die Zuordnung der zusammengetragenen Daten, also auch der Antworten aus den Fragebögen ist über eine jedem Einwohner und jeder Wohnadresse zugeordneten Nummer möglich. Eine eindeutige, gemeinsame Personenkennziffer hatte das Bundesverfassungsgericht 1983 ausdrücklich verboten.

Die Erhebung ist streng genommen nicht anonym, da Rückschlüsse auf Ihre Identität möglich sind, solange diese Daten existieren (bis zu vier bzw. sechs Jahre lang nach der Erfassung). Aus technischer Sicht betrachtet entsteht ein zentral verfügbares Personenprofil aller in Deutschland ansässigen Personen.

Die zentrale Verfügbarkeit der Personenprofile weckt Begehrlichkeiten.

Außerdem haben die Datenschutz-Skandale der vergangenen Jahre gezeigt, dass das Missbrauchspotenzial einmal angelegter Datensammlungen enorm ist.

Die Abfrage der Daten laut deutschem Zensus-Gesetz geht über den von der EU geforderten Umfang hinaus, z. B. das Merkmal der Religionszugehörigkeit und die (freiwillige) Frage zur Weltanschauung und zum Glaubensbekenntnis, die insbesondere muslimische Glaubensrichtungen besonders differenziert. So ließe sich zum Beispiel eine Liste von Muslimen in Deutschland erstellen, die ihre Religionszugehörigkeit angegeben haben.


Links:
http://zensus11.de/

Download-Info

Audio: Was tun mit dem Zensus 2011?, Vortrag von Werner Hülsmann, CC, Format: MP3, 49:24 Minuten  Was tun mit dem Zensus 2011?
Vortrag von Werner Hülsmann, CC, Format: MP3, 49:24 Minuten
Download - klick hier!


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